Mini tour 4.

 

Heidnische Statuen - Das Gespenst des Giovan Gasparo Malaspina - Die mythische Stadt 'Venelia'

 

Filattiera, Bagnone, Licciana Nardi

 

 

Für diese Mini tour empfiehlt sich das Übernachten hier: "Montagna Verde"

Heidnische Statuen "FILATTIERA"

Filattiera, im Magra Tal, ist eine antike Ansiedlung romanischen Ursprungs, welche eine wichtige Rolle innehatte, auch in späteren Zeitepochen, wegen der Lage an der berühmten 'Via Francigena'. Im Ort erhebt sich die altertümliche Kirche 'Pieve di Santo Stefano a Sorano', eines der schönsten Denkmäler in diesem Tal. Die architektonische Struktur ähnelt stilistisch den Modellen der Lombarden und Pisanern. Beim genaueren Hinsehen, fallen einem seltsame, in den Stein eingefügte, Stücke ins Auge, es handelt sich um Teile der sogenannten 'Statue-Stele', von denen mehrere im Lunigiana Gebiet gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit zwischen III M.-VI secolo vor Chr. Sie stellen mit großer Wahrscheinlichkeit, die heidnischen Götter der Fruchtbarkeit dar. Die Bewohner des Ortes, hielten lange an ihren Götzen fest. Es ist bewiesen, daß die Menschen aus dem Lunigiana Gebiet, die letzten Toskaner waren, die sich zum Christentum bekehrten. Der Beweis befindet sich in der Kirche 'San Giorgio in Filattiera' in einer Grabinschrift, die zu Ehren des Bischhof's di Luni, Leodegario, dort bewahrt wird. Dieser Missionar, wurde von Rom gesandt, um die Bewohner besagter Gegend zum Christentum zu bekehren, In der Grabinschrift ist zu lesen, daß auch die Zerstörung der heidnischen Götzen zu seinen Verdiensten gehören. Es verstarb ca. in der Mitte des 8. Jahrhunderts.

Im Schloß von Filattiera, seit dem 12. Jahrhundert von der Familie Malaspina bewohnt, ist heiraten möglich, eine Hochzeit in geschichtlichem Rahmen, ist bestimmt sehr eindrucksvoll, und etwas Besonderes!

 

 14 KM, 24 MINUTEN

Es lohnt sich, einen Blick in den Laden für Gastronomie 'Punto e ...Pasta' zu werfen, um vielleicht eines der typischen Produkte der Lunigiana zu probieren, Unter anderem sind im Angebot: frische Pasta, Gemüsetorten, verschiedene Pizzasorten und natürlich auch Kuchen, alles hauseigen hergestellt.

 

 

                                 PONTREMOLI ________________ 11 KM, 23 MINUTEN______



Das Gespenst des Giovan Gasparo Malaspina "BAGNONE"

Die Landschaft um Bagnone war bereits in der Bronzezeit bewohnt, dieses beweist eine bei Treschietto gefundene 'Stele' Statue. Der Ort thront auf dem Sporn eines Felsen. Er wurde zum ersten Mal im frühen Mittelalter in Dokumenten erwähnt. Den Namen Bagnone erhielt der Weiler vom Wildbach, welcher in der Nähe des Kastell vorbei fließt, dem ursprünglichen Ortskern. Vom Kastell steht heute nur noch der kreisförmige Turm, er hatte die Funktion der Überwachung der Via Francigena, die auf der Talsohle vorbei führte. Die Ländereien waren beherrscht und gezeichnet von der Macht der Familie Malaspina (longobardischen Ursprungs). Die Legende berichtet von einem besonders grausamen Mitglied der Familie, Giovan Gasparo, welcher die in der Nähe stehende Burg von Treschietto für ausschweifende Gelage und Orgien benutzte, seine besondere Vorliebe galt Festen mit Jungfrauen die oftmals mit Menschenopfern endeten (heute erinnert nur noch die an einem Abhang stehende Burgruine vergangener Greneltaten). Man erzählt sich, daß die süßen Zwiebeln, die auf dem Land um die einstige Burg angepflanzt werden, die verdammte Seele des Giovan Gasparo in den Mauern gefangen halten, in manchen Nächten könne man sein Gejammer und Wehklagen hören. Bagnone ist ein typisches mittelalterliches Dorf, aus Steinen erbaut, mit verwinkelten Gassen, altertümlichen Läden und Häuser mit den charakteristischen Bogengängen. Von einer Seite zur anderen des Ortes führt eine kleine Steinbrücke, darunter strömt der Wildbach in malerischen Kaskaden. Während der Regenmonate ist hier ein Paradies für Kayaksportler.


Die mythische Stadt 'Venelia', LICCIANA NARDI

Licciana Nardi liegt in einem engen Tal, durch welches sich der Wildbach Taverone schlängelt. Ein Teil des Orts namen ist lat. Ursprungs 'licius', was leccio (Steineiche) bedeutet. Sicherlich wuchsen in der Zone viele Bäume dieser Art. Der andere Namensteil, Nardi 'Anacarsi Nardi' war ein Held zur Zeit des Risorgimento, wurde ihm zu Ehren 1933 hinzu gefügt. Licciana Nardi stand lange im Mittelpunkt der Machtkämpfe zwischen Byzantinern und Longobarden, später gelang das Land inmitten der Gewässer Taverone und Ciriglia in die Hände der Grafen Moregnano. Die ersten dokumentierten Notizen stammen aus dem Jahre 1255, als die Macht des besagten Landstriches an die Familie Malaspina überging, aber mit Sicherheit existiert dieser wichtige Überwachungspunkt der Abtei, den Heiligen 'Salvatore u. Bartolomeo di Linari' geweiht, schon viel früheren Datums. Der typische Weiler entwickelte sich im Tal mit der zur Absperrung beauftragten Miliz. Auf dem Hauptplatz des Ortes präsentiert sich das Schloss, welches im XV. u. XVI Jh. in eine Festung und Wohnsitz umgewandelt wurde. Heute hat es das Aussehen eines herrschaftlichen Palastes aus dem 15. Jh., das Besondere, es ist mit der anliegenden Kirche durch einen erhöhten Durchgang verbunden. Das antike System der Festungs anlage beinhaltete auch die Burg und einen Schutzmauerring mit Türmen (zumTeil noch erhalten) und eine Festung auf der gegenüber liegenden Seite des Taverone: das 'Castel del Piano', heute leider nur noch eine Ruine. Im Taverone Tal, zwischen den Orten Amola und Molisana, längs der Straße, die nach Merizzo führt, soll der Erzählung nach, die mythische Stadt 'Venelia' existiert haben (nach einer antiken, latinischen oder wahrscheinlicher, keltischen Gottheit benannt) von den Sarazenen zerstört. Bei Ausgrabungen wurden einige Urnen zu Tage befördert, für die Bewohner des Ortes sind es: versteckte Schätze, vom Teufel in Asche verwandelt! In diesem Territorium findet der Besucher noch andere, sehenswerte Orte, z. B. das Schloss 'Bastia', das mittelalterliche Dorf 'Panicale' u. das Schloss 'Monti', in der Nähe dieses Schlosses, an der Straße die nach Villafranca führt, erzählt die Legende, versammelten sich die Hexen, um am Fuße einer antiken Eiche, genannt 'Morian' ihre wilden Tänze aufzuführen, es heißt, daß nur wenige, alteingesessene des Ortes den genauen Platz dieses unheilvollen Baumes kennen.



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