Mini tour 2.

 

Zwei Schlösser im Grünen - Der Lebensbaum

 

Radicofani, Sarteano - Lucignano

Für diese Mini tour empfiehlt sich das  Übernachten hier: "Dimora Buonriposo" B&B

Zwei Schlösser im Grünen "SARTEANO", "RADICOFANI"

Sarteano. Das aus den Anfängen des Mittelalters stammende Schloß des Dorfes, beherrscht von einer Anhöhe die bezaubernden Täler: 'Val di Chiana' und 'Val d'Orcia'. Auf den gut instandgehaltenen Gehwegen, die um das Schloß herum führen, sind die mächtigen Türme sichtbar. Der enorme Hauptkomplex besteht aus 4 Stockwerken, die mit einer großen Terrasse abschließen, von der man einen atemberaubenden Blick auf den Seen Trasimeno und den von Chiusi hat, auf den Ort Montepulciano und den 'Monte Cetona'. Auf jeder der Etagen erkennt man noch Spuren der antiken Waschbecken aus 'Travertin Stein', Kaminen und den primitiven Klosett's. Sehenswert ist die Holzzugbrücke mit dem Originaltor aus Eisen, in dem die Wappen des jeweiligen Schloßherrn und seiner Familie, die einstmals dieses Gebäude bewohnten, eingraviert sind. Erwähnenswert ist auch die Wendeltreppe im Inneren des Gemäuers, die mit ihren 134 Stufen die letzte Etage mit dem Erdgeschoß verbindet. Diese Treppe führte über einen unterirdischen Weg (leider nicht mehr auffindbar) hinaus auf's offene Feld, bei einer Belagerung, der einzige Weg in die Freiheit. Das Schloß ist von einem Park mit vielen 100 jährigen Steineichen umgeben, die zu einer eindrucksvollen Stimmung beitragen.

 

Auf den antiken Mauern von Sarteano kann man auch heiraten!

 

 IN SARTEANO, KM 0

Um noch länger in der mittelalterlichen Atmosphäre zu verweilen, ist ein Besuch im 'Chiostro Cennini' zu empfehlen. Dieses Restaurant-Wine Bar, befindet sich im Zentrum des geschichtlichen Ortes 'Sarteano', im Palazzo Cennini, mit Blick auf den Innenhof aus dem 14. jh. Die Küche bietet typische, lokale Kost an.

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"RADICOFANI"

Radicofani, hat seinen Ursprung im Mittelalter und entstand an der Via Francigena, auf einem etwa 900m hohen Hügel. Uber Jahrhunderte hinweg, war es einer der wichtigsten Kontrollplätze zwischen den Grenzen von Lazio, Umbria und der Toskana, richtiger, Großherzugtum Toskana und dem Kirchenstaat. Viele geschichtliche Gebäude liegen im Ort verstrent: der 'Palazzo Pretorio', der an seiner Fassade antike Wappen aufweist, der Uhrtum und die Pfarrkirche 'San Pietro Apostolo', beide aus dem 12. Jh., die Kirche 'Sant'Agata', der Postpalast (eine schöne Villa aus dem mediceischem Zeitalter, sie wurde als Jagdhaus des Kaiser's Ferdinand I erbaut) und die 'Piazza della Giudecca', im Herzen des Ortes, die der Mittelpunkt im antiken Judengetto war. Prachtvoll sind auch die Springbrunnen: die aus dem 12. Jh. stammende 'Fonte grande', direkt auf der Via Francigena, die gewaltige mediceische 'Fonte Medicea', aus dem 16. Jh., die 'Fonte dei Cappuccini' (15. Jh.) und die Fontene 'Antese'. Die Burg von Radicofani, ist noch älter als der Ort, wahrscheinlich Karolingischen Ursprung's. Anfangs wurde sie von der Republik Siena kontrolliert, später vom Kirchenstaat. Für einige Jahre, Ende des 12. Jh., stand sie für mehrere Male unter der Führung der legendären Figur des 'Ghino di Tacco', ein ghibellinischer Rebell, von seinen wagehalsigen Unternehmungen erzählen sogar Dante und Boccaccio. Ein 'italienischer Robin Hood', einige nannten ihn 'den Bestrafer der Mächtigen und ihren Ungerechtigkeiten', für andere hingegen, war er einfach ein furchtloser, kühner Bandit, Straßenräuber und trotz allem ein Gentleman. Die imposante Festung ist von einem Pinienwäldchen umgeben, zwischen der Vegetation kann man eindrucksvolle Reste von Arkaden, Gewölben u. mittelalterlichen Brunnen finden. Aber der Panoramablick vom höchsten Punkt der Burg, reserviert dem Besucher wohl das schönste Erlebnis, vor ihm breitet sich eine zauberhafte Landschaft aus, die unendlich erscheint, über die 'Val d'Orcia', l' 'Amiata', die Apenninen und den beiden Seen, Trasimeno u. Bolsena.

0 KM

Am Eingang der Festung steht die 'Fortezza', eine Holzhütte, sie wurde dort errichtet, wo einst ein Pulvermagazin stand. Hier wird der Gast mit Spezialitäten des Hauses verwöhnt, Fleisch vom Grill, z. B. Beefsteak, Schweinerippchen, Hähnchen u.a.. Aber auch einfache Teller, wie 'Gnocchi', verschiedene Nudelgerichte, zu empfehlen. 'Pici' mit Trüffeln oder Fleischragout. Auf jeden Fall ist ein Essen im dieser geschichtlichen Atmosphäre, dazu der Ausblick auf die malerische Landschaft, einen Besuch wert.


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Der Lebensbaum "LUCIGNANO"

 

Lucignano ist ein anmutiges Städtchen, welches sich durch zahlreiche Häuser aus dem XIV. Jh., ihr mittelalterliches Aussehen erhalten hat, aus 414 m. Höhe, schaut es auf die 'Val di Chiana' hinab. Wegen seiner geografischen Position, beherrschte der Ort für 3 Jahrhunderte (etwa von 1200-1500) die Umgebung, und wurde zum Mittelpunkt der Machtkämpfe zwischen Arezzo, Florenz, Perugia und Siena. Seine Planimetrie ist äußerst ungewöhnlich, sie besteht aus 4 konzentrischen Kreisen, die den Hügel umgeben, auf dem Lucignano erbaut wurde. Die antiken Mauern, die den Ort einschließen, sind weit sichtbar und auch heute noch gut erhalten. Der Mauerring hat drei Haupteingangstore: 'Porta San Giusto', 'Porta San Giovanni' u. 'Porta Murata'. Auf einem Platz im oberen Ortsteil, erblickt man den 'Palazzo Comunale' (12. Jh.) den Komplex der Franziskaner (die Kirche hat die Struktur einer Hütte mit einer Fassade, die einen gotischen Stil unter senesischen Einfluß zeigt) und die Kirche 'La Collegiata'. Diese präsentiert sich am Eingang mit einer elippsoidischen Treppe aus Travertinstein, sie erinnert an den Grundriß der Stadt. Im 'Palazzo Comunale' befindet sich ein Museum, welches Künstlerische Werke aus dem Mittelalter u. der Renaissance der Toskana beherbergt. Hier springt dem Besucher bestimmt sofort eine religiöse Manufaktur ins Auge, der sogenannte 'Albero d'oro', der goldene Baum, oder auch 'Albero della vita', der Lebensbaum. Der Baum symbolisiert, dreigeteilt, in seine Wurzeln, Stamm u. Krone, die Geburt. Passion u. Glorie von Jesus Christus. Ein imposanter Baum mit seiner Höhe von 2,60 m. dekoriert mit roten Korallen (die Farbe soll an das Blut von Christus erinnern) Kristallen, Silber, vergoldeter Kupfer, emaillierte Medaillione, in derem Inneren Pergamente in Miniatur, die das Angesicht der Propheten des alten und neuen Testamentes darstellen. Ansehenswert sind auch die kleinen Etuis, die einst die Reliquien der Franziskaner und Splitter des Kreuzes, an dem Jesus angeschlagen wurde, enthielten. Eine lange Inschrift am Fuße des Kunst werkes besagt daß die Arbeiten daran 1350 begonnen wurden und 1471 Gabriello d'Antonio u. Ugolino da Vieri sie beendeten (sehr wahrscheinlich waren auch andere Personen daran beteiligt). An dem Baum wurde nichts dem Zufall überlassen, bis ins kleinste Detail ist alles von religiöser Bedentung. Der Legende nach, bringt der Reliquienschrein den Jungvermählten. Glück. Tatsächlich suchen viele junge Ehepaare u. Verlobte diesen besonderen Ort auf, um sich hier ihre Liebe zu bestätigen. Der prachtvolle Baum war erst vor kurzem Ausstellungsstück auf der Expo 2015 im Mailand. Auch hat er den iranischen Regisseur Abbas Kiarostami zu seinem Film 'Copia conforme' inspiriert, der von der Legende um dieses großartige Handwerkskunststück erzählt. Für diesen Film bekam er zahlreiche Auszeichnungen auf dem Filmfestival in Cannes 2010.


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28.Januar 2018

4.-11.-18.-25. Februar 

von 12.00-19.00 Uhr





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Commenti: 1
  • #1

    Niklas, Bodo, Ralf aus Gera (sabato, 27 gennaio 2018 16:41)

    Man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt, Klasse!