Mini tour 3.

 

Ein Schatz aus dem Mittelalter - Der Balkon der Maremma - Der Olivenbaum der Hexen

Scarlino, Montepescali, Magliano

Für diese Mini tour empfiehlt sich das Übernachten hier: "Le Versegge" Resort

Ein Schatz aus dem Mittelalter "SCARLINO"

Den archäologischen Funden ist die Bestätigung zu verdanken, daß der Hügel, auf dem sich Scarlino erhebt (in der Maremma), seit der Bronzezeit (XII.-X. v. Chr.) bewohnt wurde. Es folgte die Epoche der Etrusker und später war es für die Römer ein stragegischer, militärischer Stützpunkt. Die ersten Mauerstrukturen gehen ins frühe Mittelalter zurück, gleichzeitig mit der Vermehrung der Bevölkerung und der Entfaltung des Handelverkehrs. In diesem Zeitabschnitt entsteht die Burg Aldobrandesca, nach der mächtigen Familie Aldobrandi benannt, die darin über Scarlino herrschte. Die Burg wurde oftmals durch die häufigen Gefechte zwischen den Guelfen der päpstlichen Partei, und ihren Gegnern, den Ghibellini, zerstört und wieder aufgebaut. Die letzte Wiederherstellung war im XVII. Jh.. Die imposante Konstruktion steht auf dem Rücken der Nordseite des 'Monte d'Alma', zirka 250 m über dem Meeresspiegel. Das Besondere stellen die verschiedenen Winkelformen der drei Türme dar, einer ist rund, der zweite quadratisch u. der dritte rechteckig, die durch eine Serie kleiner Mauern verbunden sind. Bei Ausgrabungen, in den Anfängen der 80ziger Jahre, fanden Archäologen in einer Mauer der Kirche, im Inneren der Burg, eine kleine Tonvase, deren Inhalt einen wirklichen Schatz enthielt: 100 'Fiorini d'oro' von verschiedenen Münzprägestellen, aus der Mitte des XV. Jh. stammend. Vielleicht wurden sie dort heimlich versteckt, um einen wichtigen Kauf zu tätigen, oder waren es Bankdepositionen? Flucht oder Tod machten dem Besitzer ummöglich, sein Vorhaben auszuführen und nicht zuletzt die Zerstörung des Gebäudes. Nach langen, bürokratischen Problemen, bekam Scarlino 1991 'seinen Schatz' zurück und ist heute im Zentrum der Dokumentation 'Riccardo Francovich' zu bewundern. Das archäologische Museum zeigt auch, unter anderem, viele interessante Gegenstände, die bei den Ausgrabungen in der Umgebung gefunden wurden. Die kleine Ortschaft Scarlino, die sich vom Fuße der Burg auf dem Rücken des Hügels abwärts zieht, hat sich ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt, mit engen, winkeligen Gassen, die sich zwischen den Mauern der geschichtsträchtigen Behausungen hindurch schlengeln. Beim Betrachten der Kopfsteinpflaster, wird man ins Mittelalter zurück versetzt und hört noch den Klang der schweren Hufe der Pferde, welche mit ihren Reitern darüber hinweg galoppierten. Panorama Ausblicke über die liebliche Hügellandschaft, dichte Wälder und eine Ebene mit Wiesen und Feldern das azurblaue Meer, eingerahmt von der Follonica er Meeresbucht, die dem Auge an mehreren Stellen dargeboten werden, bleiben sicherlich unvergeßlich. Erwähnenswert sind der antike 'Palazzo Comunale' und das sich am Ortsende befindliche Kloster 'San Donato', umschlossen von den Dorfmauern aus den ersten 30ziger Jahren des. XIII. Jh.. Das Kloster war eine Schenkung der Gräfin 'Mathilde di Canossa' an die Eremiten von Sant'Agostino. Die gesamte Struktur wurde einige Male erneuert. Zum Kloster gehörten Ställe, Magazine, Keller, Gemüsegärten, Zellen, Terrassen u. Laubengänge. Im späten 17. Jh. wurde diese Institution als Herberge genutzt. Es wechselte im Laufe der Zeite noch einige Male den Besitzer, bis hin zur vollständigen Verwahrlosung.

IN SCARLINO, KM 0

Zum Verweilen läd das familiengeführte Lokal 'Osteria di Cecchi e Valentini' ein. Hier wird der Gaumen mit althergebrachten Gerichten verwöhnt: Suppen, Wildbret, Aufschnitt, hausgemachte Marmelade und Kuchen. Aber auch der Weinkenner kommt nicht zu kurz, das große Angebot an lokalen Weinen, wird jeden zufrieden stellen.


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Der Balkon der Maremma "MONTEPESCALI"

Montepescali wird als der Balkon oder auch Falke der Maremma definiert, wegen der besonderen Position: einem Panoramablick über die toskanische Inselgruppe, bis nach Korsika. Während der Zeitepoche der Etrusker, befand sich unterhalb des Ortes der See Prile, mit regem Fischereibetrieb u. auch Salzgewinnung. Dieses waren die wichtigsten Aktivitäten Montepescali's, denen er seinen Namen verdankt. In Dokumenten wird er bereits im Jahre 1000 erwähnt, als eines der zahlreichen Burgen der Grafen Aldobrandeschi, später von den Pannocchieschi abgelöst. Ab 1147 wurde die Ortschaft unabhängig und unter den Schutz der Republik Senese gestellt. Am Eingang von Montepescali grüßt die den Heiligen 'Stefano u. Lorenzo' gewidmete, in romanischem Stil erbaute Kirche. Sie beherbergt wertvolle Malereien, gegenüber der Kirchenfront bietet sich dem Auge das herrliche Panorama dar. In der höher gelegenen Zone des Weilers, erhebt sich die Kirche San Niccolò aus dem XI-XII Jh.. Große Teile der mittelalterlichen Schutzmauer, in Form einer Ellipse, in der sich runde Türmchen mit quadratischen abwechseln, sind bis heute noch gut erhalten. Zwei Haupttore begrenzen den Eintritt, die Pforte 'Porta Vecchia' der Ebene und Meer zugewandt, neben dem halb kreisförmigen Turm Belvedere, und die Pforte 'Porta Nuova', nach Norden gerichtet, die im XVII. Jh. geöffnet wurde. Diese 2. Pforte befindet sich neben dem quadratischen Turm 'Torre del Guascone', der seinen Namen Bastiano Guascone verdankt, dem Befehls haber der Miliz, welche neben dem Turm während der Belagerung im Jahre 1555 stationiert war. Streitigkeiten zwischen senesischen u. florentinischen Truppen, um die Kontrolle des Ortes. In der 'Piazza del Cassero' stehen das antike Kastell und die wichtigsten Verwaltungsgebäude: 'Palazzo dei Priori' u. der 'Cassero' (hydraunlischer Versenkungskasten) mit dem Uhrturm. Im 14. Jh. wurde der Turm mit einer außergewöhnlichen, mechanischen Uhr ausgestattet, versehen mit einer ca. 8 Doppelzentner schweren Glocke, welche im Auftrag der senesischen Familie Tolomei, zur Erinnerung der 'Pia dei Tolomei' gegossen wurde (heute in Genf zu bewundern, im Museum für Kunst u. Geschichte).

7 KM, 11 MINUTEN

In Versegge-Braccagni, einige km von Montepescali entfernt, läd das Restaurant 'Re Sugo' in ruhiger, ländlichen Umgebung zum Verweilen ein. Der Gast wird mit typischen, traditionellen Gerichten bewirtet mit einigen Ausnahmen, z.B. 'Tagliatelle al Caffè mit Gorgonzola und Nüssen'.


Der Olivenbaum der Hexen "MAGLIANO"

Einen besonderen Zauber strahlen die Ruinen der antiken Abtei 'San Bruzio' aus, die sich im weiten, grünen Landstrich der 'Maremma' verstecken. Es handelt sich um ein Gebäude des XI Jh., der Grundriß in Form eines latinischen Kreuzes, die Kapitelli, im Stile 'franco-lombardo', zeigen Laubwerk und menschliche Figuren in seltsamen Positionen. Es stehen noch Teile der halbkreis förmigen Ellipse, des Querschiffes und der achtseitigen Kuppel. Ca. 2 km weiter nördlich, kann man das mittelalterliche Dorf Magliano besichtigen. Dieser Ort ist noch heute von einer begehbaren Mauer umschlossen. Legendär sind die vielen Olivenbäume, welche sich vor der Mauer befinden. Eine Sage berichtet von einigen Bewohnern, die anstatt Oliven, Bohnen ernteten und von Familien, die bis heute das Geheimnis dieses Wunders hüten. Der berühmteste Olivenbaum, genannt 'der Hexenbaum', steht vor dem Tor 'Porta di San Giovanni', an der Südseite der Mauer, hinter der Kirche 'della Santissima Annunziata'. Der Baum mißt an seiner Basis ca. 3 m im Durchmesser, zählt 3500 Jahre, und gehört somit zu den ältesten Bäumen Europa's. Es wird erzählt, daß er im Mittelalter, Zeuge vieler dämonischen Orgien, Hexensabbate und sonstiger magischen Riten wurde, die sich unter seinem Blätterdach abspielten.

Wer das Besondere, Ausgefallene liebt: auf den Türmen der Mauer die Magliano umschließt, an der Frontseite der 'Abbazia di San Bruzio', kann auf Wunsch, geheiratet werden!

10 KM, 10 MINUTE

Im antiken Dorf Montiano, in der Wine-bar 'Nettare e Ambrosia', bekommt man zum Aperitif, eine Palette an Vorspeisen zu genießen, auf einer Terrasse mit Panoramablick in die urtümliche Landschaft der Maremma.

 



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Kommentare: 1
  • #1

    Karin und Horst, (Samstag, 27 Januar 2018 16:44)

    Unser 25 Jähriger Hochzeitstag wurde zu etwas ganz Besonderem, Dank einer Toskana Minitour. Karin u. Horst aus Aalen