Mini tour 5.

Das Theater der Stille - Die Großherzogin im Bergwerk - Die Abdrücke von Christus - Friedhöfe der Etrusker

 

Lajatico, Montecatini Val di Cecina, Sassa, Casale Marittimo

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Das Theater der Stille "LAJATICO"

„Il teatro del Silenzio“ (das Theater der Stille) ist ein Amphitheater, das sich zu diesem Zweck perfekt in die natürliche Konformation eines Hügels einfügt. Die Konstruktion entstand am 27.7.2006 nach einer Idee von Andrea Bocelli, dem berühmten, international bekannten Tenor, der in der Nähe von Lajatico geboren wurde. Die große, kreisförmige Freilichtbühne, hat einen Durchmesser von mehreren Metern, sie steht im Zentrum auf einigen Granitblöcken und beherbergt jedes Jahr Skulpturen von lokalen u, internationalen Künstlern. In letztem Sommer, 2017, war die Attraktion „The red Giant“, eine 16 m. hohe, rote Pfefferschote, ein Kunstwerk von Giuseppe Carta. Normalerweise gibt es in jedem Sommer ein oder zwei musikalische Events, danach wird alles komplett abgebaut und ein künstlicher See nimmt den Platz der Bühne ein.

IN LAJATICO

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Die Großherzogin im Bergwerk "MONTECATINI VAL DI CECINA"

Das Schloss von Montecatini Val di Cecina, wurde in Jahre 960 von der Familie Belforti, germanischer Herkunft, der Gefolgschaft des Kaisers Ottone I, unter dem Namen 'Castrum Montis Leonis', errichtet. Im Mittelalter wurde der Weiler oftmals von den Herrschern der Gebiete Pisa, Volterra und Florenz umkämpft. Wichtiger als die strategische Lage, interessierten die dortigen Kupfervorkommen, die bereits den Etruskern bekannt waren. Das Kupferbergwerk von Camporciano erreichte während Ende des 18. Jh. seinen wirtschaftlichen und sozialen Höhepunkt, und war die größte Kupferquelle Europa's. Am 23. November 1843 stattete die Großherzogin der Toskana, Maria Antonietta, der Mine einen Besuch ab. Fasziniert von dem Ort mit der berühmten Kupfermine, und entgegen der Proteste -eine Frau würde Untertagewerken Unglück bringen- ließ sie sich vom Schacht 'Pozzo Alfredo', in einem improvisierten Thron, in die Tiefe abseilen, wo sie dann zum Erstaunen der Grubenleitung, das ganze Labyrinth durchforschte. Die Großherzogin verliebte sich in diesen besonderen Ort, und ihr zu Ehren, gab man einer der Galerien den Namen 'Maria Antonietta'. Der Betrieb zur Kupfergewinnung wurde dann um 1907, wegen Erschöpfung des Minerales, eingestellt.

 

Für Besucher sind im Zentrum von Montecatini Val di Cecina, der Palazzo Pretorio und die Kirche 'San Biagio', beide aus dem 13.Jh. stamment, interessant. Die Besonderheit der im romanischen Stil erbauten Kirche, ist der Eingang an der Nordseite, normaler weise befindet sich dieser an der westlichen Front. Zum Bewundern gibt es auch den im Auftrag der Belforti erbauten Turm, aus dem XI Jh.. Er ist fünfstöckig und 28 Meter hoch. Der untere Teil besteht aus sich abwechselnde, helle und dunkle Steinplatten, diese Zweifarbigkeit ist sehr ungewöhnlich für ein nicht religiöses Gebäude. Kurios sind auch die beiden besonderen Öffnungen im Turmkomplex, welche als Wachposten funktionierten. Eine ist auf die Festung von Volterra gerichtet, und die andere zeigt auf die äußerste, östliche Zone des Gebietes von Pomarance, die 'Rocca Sillana'. Der Turm befindet sich heute in Privatbesitz, ist leider nicht für Besichtigungen zugänglich. Der mittelalterliche Ort Montecatini Val di Cecina, thront in ca. 420 m. Höhe, auf einem der Hügel, die das Tal der Cecina charakterisieren. Der Panorama Blick, den man von hier genießen kann, ist atemberaubend, eine malerische, einzigartige Landschaft, mit ihren lieblichen Hügeln, die je nach Jahreszeit, die Farben wechseln.

 17 KM, 26 MINUTEN

 Ein besonderes Eßerlebnis übermittelt die 'Antica Trattoria La Grotta' in Lokalität La Sassa. In dem ruralen, originellen Ambiente, wird der Gast mit Hausmannskost verwöhnt. Eine Spezialität der Küche: 'Pappardelle al cinghiale' (handgeformte Nudeln, mit Wildschweinfleisch). Auch alle übrigen Teigwaren, inklusive Kuchen, werden hauseigen hergestellt. Einer der kleinen Speisesäle besteht aus einer Grotte, direkt aus der Steinwand des Gebirges gehauen, an die sich das Restaurant anlehnt.



Die Abdrücke von Christus "SASSA"

La Sassa oder Sassa gehört zur Gemeinde Montecatini Val di Cecina und liegt am östlichen Abhang „del Poggio al Pruno“, links der Sterza, eines Nebenflußes der Cecina. Dieser Ort schenkt dem Besucher einen zauberhaften Blick über einen großen Teil des Meeres und einige Inseln des toskanischen Archipel. Das erste Dokument über dieses Dorf, geht in das Jahr 1008 zurück, es handelt von einer Transaktion einiger Häuser. Im Jahre 1159 gehört es zum Kloster von Monteverdi und 1208 geht Sassa in die Gemeinde von Volterra über. Ab diesem Zeitpunkt berichten Dokumente über lange Streitigkeiten zwischen Gemeinde und dem Bischhof, welche 1283 mit dem Treueschwur für die Gemeinde durch die letzten Adligen des Ortes, die „Lambardi“, beendeten. Die Kriege in den Anfängendes 14. Jh. Zerstörten Sassa, bis auf die Kirche, völlig. Die Kirche „San Martino“, mit einem Hütten dach, die aus dem Mittelalter stammt, wurde in den Zeitepochen einige Male verändert. Der antike Teil mit der Apsis, nach Osten gerichtet, besteht aus dunklem, grauen Sandstein, gut zusammen gefügt. Über der Eingangstür befinden sich vier eingemauerte Steine, dekoriert mit einfachen Ornamenten in romanischem Stil. Das Gebäude bekam zwischen 1780/1790 eine tiefgehende Veränderung durch die Öffnung einer zweiten Apsis nach Süden gerichtet, die heute den größten Altar beherbergt, dadurch erhielt die Kirche einen anderen Orientierungspunkt. Im Inneren der neuen Apsis, an der rechten Seite, befindet sich das antike Taufbecken aus rotem Marmor. In geringer Entfernung von der Kirche, steht das „Oratorium del Redentore“, eine Konstruktion von Lorenzo Regoli aus dem XVII. Jh.. Es conserviert im Inneren, die bemalte, zeitgenössische Terracotta Statue von Christus. In der Nähe des Wassergrabens (ein kleiner Kanal für den Abfluß des Regenwassers) am Pfarrhaus, in der Lokalität „La Chiesa“, hält sich eine jahrhundert alte Überlieferung, und zwar soll dies der Ort sein, wohin San Pietro vor der Christenverfolgung aus Rom flüchtete. Hier war das biblische Treffen mit Jesus, bei dem Petrus die famose Frage stellte: „Quo vadis Domine?“. Jesus soll ihn zur Rückkehr ermutigt haben und das Martyrium zu akzeptieren. Zum Zeichen seiner Präsenz, hinterließ er Abdrücke auf einem Stein, als Zeugnis dieses Geschehnisses. Diesen besonderen Stein findet man an einer Straße, die „Via die Monti“, auf einer Strecke, die von Bauern und Hirten begangen wird, parallel zur Via Aurelia.

 12 KM, 20 MINUTEN

Querceto wird bereits im VIII. Jh. Erwähnt und hatte im Mittelalter einige Bedeutung. Im Jahre 1252 unter wirft es sich freiwillig Volterra. Etwa 200 Jahre später, 1447, wird der Ort komplett zerstört (bis auf das Schloss, und seinem von farbigen Pflanzen umrankten Turm, welches wir noch heute bewundern können) durch die Eroberung von Alfonso d’Aragona. Nach einer Periode der Verwahrlosung u. Dekadenz bis 1472, schworen die Bewohner von Querceto, Florenz die Treue, und unter der Herrschaft der Marktgrafen Ginori-Lisci begann sich der Ort wieder zu bevölkern. Trotz der zahlreichen Zerstörungen der ursprünglichen Konstruktionen hat das Dorf sich seinen mittelalterlichen Zauber bewahrt.


Friedhöfe der Etrusker "CASALE MARITTIMO"

Die Ortschaft Casale Marittimo befindet sich in einer Höhe von 214 m., nur einige km von der Küste entfernt. Schon immer war die Landschaft, die den Ort umgibt, reich an Wasserquellen und Salzbergwerken und wurde bereits von den Etruskern bewohnt, wie das Gräberfeld von „Casa Nocera“ beweist. Die Gräber stammen aus der Zeit des VII. Jh.v. Chr. und an Hand der gefundenen reichen Gaben, mit denen sie ihre Toten bestatteten, schließt man, das der Ort von einer wohlhabenden Aristokratie bevölkert wurde, hingegen waren die Funde um 18. Jh. Eines Grabes in Tholos, bei ‚Poggiarella‘, ärmlicher, zum großen Teil auf Plünderungen zurück zu führen. Der Übergang von der Zeit der Etrusker zur römischen Zeitepoche, bezeugen die Ruinen der römischen Villen ‚La Pieve‘ u. ‚Il Poggio‘. Im Mittelalter, um 1000, hat der Ort seine Blütezeit unter der Herrschaft der Grafen „Della Gherardesca“, danach kommt er unter die Domäne von Florenz. Die ersten Jahrhunderte im Großherzogtum bestehen hauptsächlich aus Kämpfen der Casalesen gegen Piraten, Hungersnot und Malariaepidemien. Mitte 1500 zählt der Ort nur noch 254 Einwohner. Im Jahre 1642 werden Befestigungsanlagen gegen die Einfälle der Piraten errichtet. Sechs Jahre später wird Casale als Lehen in die Hände der ‚Ridolfi‘ gegeben u. ab 1738 kommt es unter die Herrschaft der Grafen ‚Ginori‘ und wird somit Teil der Marktgrafschaft ‚Riparbella‘. Während dieser Zeitepoche ist die Landschaft um Casale eine unbewohnte Öde und dient den Grafen als privates Jagdgebiet. Im Jahre 1777, Dank der Reformen der ‚Lorena‘ (riforme leopoldine) und der Landverteilung, siedeln sich neue Familien an, und die Landwirtschaft bekommt einen Aufschwung. Im XIX. Jh. Nach der erfolgreichen Bezwingung der Malaria, durch die Urbarmachung des Landes, registriert Casale eine bemerkungswerte Bevölkerungszunahme und die Erweiterung des Bauwesens formt das heutige, charakteristische Ortsbild. 



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